TOP Ö 8: Die ersten 100-Tage Ganztagsschule in der Paul-Sillus-Schule, Bericht der Schulleiterin

Beschluss: Abstimmung: einstimmig beschlossen

Abstimmung: Ja: 7, Nein: 0, Enthaltungen: 0, Befangen: 0

 

 

Der Sachstandsbericht wird zur Kenntnis genommen.

 

 


Die Leiterin der Paul-Sillus-Grundschule, Frau Roder, berichtet über den offenen  Ganztagsbetrieb seit dem Beginn des Schuljahres 2012/2013.

Hierzu führt sie insbesondere aus, dass der Ganztagsbetrieb konkret am 10. Sept. 2012 begonnen habe. Es seien 127 Anmeldungen zur Ganztagsschule eingegangen. Unter Berücksichtigung, dass insgesamt 278 Schülerinnen und Schüler die Grundschule besuchen, habe man eine Teilnahmebereitschaft  von fast 50 v.H. erreicht. Dieser Wert sei gegenüber anderen Ganztagsschulen sehr hoch.

Zur Zeit würden 22 Arbeitsgemeinschaften angeboten. Die Anbieter kämen in einer größeren Anzahl vom MTV aber auch von der Musikschule, der Jugendkunstschule und sogar vom Schlossmuseum. Hinzu kämmen die vom Land gezahlten zusätzlichen Lehrerstunden.

Die Schule habe die Schwerpunkte auf die Bereiche Sport und Kreativität festgelegt.

 

Zur Arbeitsbelastung führt sie aus, dass sie sehr erfreut sei über die zusätzlichen Stunden der Schulsekretärin aber auch der neu eingestellten pädagogischen Fachkraft, die sowohl im Schulbereich als auch in der weiteren Betreuung von Kindern bis 17:00 Uhr eingesetzt sei.

 

Die Umsetzung der Ganztagsschule sei mit einem großen personellen und organisatorischen Aufwand einhergegangen. Letztendlich sei man jedoch froh, dass der Ganztagsbetrieb jetzt sehr gute laufe. Die Kinder seien mit den Angeboten außerordentlich zufrieden.

 

Herr Bruns führt aus, dass er die positive Umsetzung der Ganztagsschule uneingeschränkt bestätigen könne. 

 

Herr Schwanzar erklärt, dass die gute Annahme der Ganztagsangebote zeige, dass man auf dem „richtigen Weg“ sei. Die Kommunalpolitik sei daher in der Pflicht, die Ganztagsschule weiter zu unterstützen und erforderlichenfalls auch noch weitere finanzielle Mittel bereitzustellen.  

 

Herr Janßen trägt vor, dass nach seiner Auffassung auch die anderen beiden Schulen, Ganztagsschulen werden sollten, wenn auch nicht sofort so dann doch in absehbarer Zeit. Er weist zudem nochmals auf das finanzielle „Starterpaket“ des Landkreises hin, auf das alle Ganztagsschulen einen Anspruch hätten. In diesem Zusammenhang bemängelt er die ungerechte Verteilung dieser Mittel, da alle Ganztagsschulen einen Pauschalbetrag erhielten. Es werde leider nicht nach der Größe der jeweiligen Schule unterschieden. Hier sei die Paul-Sillus-Ganztagsschule stark benachteiligt.

 

Frau Dankwardt spricht Frau Roder und ihrem gesamten Team aber auch der Elternschaft  ein ausdrückliches „Dankeschön“ für die vorbildliche Umsetzung aus. Alle Beteiligten seien von Beginn an bei der Planung des Ganztagsschulbetriebes „mitgenommen“ worden. In Anlehnung an die Aussagen von Herrn Janßen erklärt auch sie, dass der Kreistag die Verteilung der Mittel aus dem Kreishaushalt nochmals überdenken sollte, um hier einen gerechteren Modus zu finden. Enttäuscht sei sie jedoch vom Land, das seinen Verpflichtungen nicht angemessen nachkomme und die Finanzierung der Ganztagsschulen zu einem großen Teil den Kommunen überlasse.

 

Frau Roder ergänzt, dass das Land seine Fördermittel nur bei einer 25 prozentigen Beteiligung in voller Höhe gewähre andernfalls würden die Mittel gekürzt. Im Umkehrschluss gebe es jedoch keinen zusätzlichen Mittel, wenn weit mehr als 25%  der Kinder am Ganztagsbetrieb teilnehmen würden. Ein von ihr gestellter zusätzlicher Förderantrag wurde dementsprechend abschlägig beschieden.

 

Herr Müller führt aus, dass die tendenzielle Entwicklung überall in Richtung der  Ganztagsschulen gehe. Dieser Entwicklung könne man sich nicht verschließen. Man müsse jedoch auch stetig die finanziellen Auswirkungen sowohl hinsichtlich steigender Betriebskosten als auch bei den zusätzlichen Investitionen im Blick behalten. Die stetigen Mehrkosten könnten die Kommunen kaum noch leisten.

 

Anschließend beschließt der Ausschuss: