TOP Ö 6: Ausbau der Paul-Sillus-Grundschule zur Gewährleistung eines nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Ganztagsbetriebes; hier: Grundsatzbeschluss

Beschluss: Abstimmung: mehrheitlich beschlossen:

Abstimmung: Ja: 6, Nein: 1, Enthaltungen: 1, Befangen: 0

Der Grundsatzbeschluss über den Ausbau der Paul-Sillus-Grundschule zur Sicherstellung eines zukunftsorientierten Ganztagsbetriebes wird vorerst zurückgestellt und zunächst nochmals in den jeweiligen Fraktionen näher beraten. Die Angelegenheit ist im nächsten Ausschuss für Schule, Jugend, Soziales und Familie im Februar 2020  zwecks abschließender Beschlussfassung in die Tagesordnung mit aufzunehmen.

 


Herr Müller führt anhand der Sitzungsvorlage kurz in den Sachverhalt ein. Ergänzend zur Sitzungsvorlage teilt er mit, dass die Stadt Jever infolge der neuen Baugebiete als auch der noch geplanten Baugebiete stetig expandiere. Dies habe zur Folge, dass auch die notwendige Infrastruktur geschaffen werden müsse, insbesondere auch im Rahmen ausreichender Schulstrukturen.

 

Der Vorsitzende bittet die Schulleiterin, Frau Golland, dem Ausschuss ihr Raumkonzept nochmals kurz vorzustellen.

 

Frau Golland erläutert daraufhin die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit der im Konzept im Einzelnen aufgelisteten Räumlichkeiten. Ergänzend führt Sie nochmals aus, dass die Paul-Sillus-Schule spätestens ab dem Schuljahr 2022/2023 insgesamt 3-zügig und die 1. Klasse dann sogar erstmalig 4-zügig werden würde. Dies habe zur Folge, dass spätestens dann der gesamte Schultrakt alleine für den regulären Unterricht benötigt werden würde und keine Räumlichkeiten mehr für Ganztagsangebote zur Verfügung stünden.

inblick auf die aktuellen Kinderzahlen sowie der stetig steigenden Inanspruchnahme des Ganztagsangebotes v

Im Anschluss führt Frau Golland den Ausschuss durch die Räumlichkeiten der gesamten Schule. Sie erklärt, dass es sich bei der Paul-Sillus-Schule um eine klassische „Flurschule“ handele mit dementsprechend langen Fluren und daran unmittelbar angrenzenden Klassenräumen. Im Erdgeschoss seien die Jahrgänge 1 und 2 untergebracht und im Obergeschoss die 3. und 4. Klassen.

Im hinteren Bereich, in dem sich die Sanitärräume als auch der Zugang zur Sporthalle befinden, weist Sie nochmals explizit auf die vielen Treppenstufen und der damit nicht vorhandenen Barrierefreiheit hin. Im Hinblick auf die bereits jetzt sehr beengte Raumsituation sei die allseits gewollte Inklusion nur schwer umsetzbar.   

Im vorderen Verwaltungstrakt seien die Büros der Schulleitung als auch das Lehrerzimmer soweit in Ordnung. Fehlen würden hier jedoch Besprechungsräume. Nicht optimal sei die Lage des Sekretariats und zudem völlig unzureichend und nicht mehr akzeptabel das nur wenige Quadratmeter große Büro des Hausmeisters.

 

Anschließend erfolgt die weitere Aussprache im Mehrzweckraum der Grundschule.

 

Herr Dr. Bollmeyer verliest zu Beginn eine grundsätzliche und umfangreiche Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Ausbau der Ganztagsschule.

 

Die Stellungahme ist dem Protokoll in der Anlage beigefügt.  

 

Abschließend beantragt er, zunächst keinen Grundsatzbeschluss zu fassen und das Thema einerseits in die Fraktionen zurückzugeben und die Planung andererseits durch die Verwaltung gemeinsam mit der Paul-Sillus-Schule weiter zu erörtern und modifizieren zu lassen. 

 

Bürgermeister Albers erklärt, dass auch die Verwaltung bei einigen Punkten des Raumkonzeptes einen Klärungsbedarf habe, was er jedoch nicht als Hinderungsgrund dafür sehe, den jetzt vorgeschlagenen Grundsatzbeschluss zu fassen. Andererseits würde die Verwaltung sich nicht sperren das Ganze zu vertagen. Er müsse diesbezüglich jedoch darauf hinweisen, dass bis spätestens zum Schuljahresbeginn 2022 eine Lösung umgesetzt werden müsse. Ein Container – Szenario sei sicherlich für niemanden erstrebenswert.

Im Übrigen gehe er davon aus, dass wie bisher an der schulischen Gesamtkonzeption mit 1 Ganztagsschule und 2 regulären Grundschulen festgehalten werde.

 

Frau Golland geht nochmals kurz auf die Stellungnahme der CDU-Fraktion ein. Aus Sicht der Schule sei ein ausreichend großes Foyer bzw. Plenum für einen qualitativ guten Schulbetrieb sehr wichtig. Es stelle als Versammlungsort das Herz einer Schule dar und fördere damit erheblich die Gemeinsamkeit aller Beteiligten. Es sollte daher schon eine Schule geschaffen werden, die auch nach 10 – 15 Jahren noch zukunftsweisend sei. Eine entsprechend neue Grundschule mit Foyer etc. könne in Westerstede besichtigt werden.  

 

Frau Montigny erklärt, dass die SPD-Fraktion auch eher dafür plädiere, eine zukunftsorientierte Planung vorzunehmen. Ob tatsächlich alle aufgeführten Räumlichkeiten benötigt würden sei vielleicht fraglich. Dies festzustellen, sei jedoch Aufgabe der Architekten und Planer mit sicherlich noch weiteren Ideenvorstellungen. Daher wünsche Sie sich, dass das Thema jetzt kurzfristig „angestoßen“ werde.

 

Frau Thomßen führt aus, dass Jever eine gut funktionierende zukunftsorientierte Ganztagsgrundschule brauche und auch „verdiene“. Sie vertraue den Ausführungen der Pädagogen und damit auch dem vorgelegten Raumkonzept. Insofern plädiere Sie für eine schnelle Umsetzung der „Architektenlösung“.

 

Herr Matern erklärt, dass die SWG die Stellungnahme von Herrn Dr. Bollmeyer zunächst überarbeiten bzw. beraten müsse. Er plädiere daher ebenfalls für eine Vertagung der Angelegenheit, aber auch für eine zeitnahe Besichtigung der Grundschule Westerstede.

 

Bürgermeister Albers erklärt, dass die Verwaltung eine konkrete Richtungsvorgabe für die Architektenaufträge benötige.

Er bittet Frau Golland, den Kontakt zur Grundschule Westerstede hinsichtlich eines dortigen kurzfristigen Besuches herzustellen. Dementsprechend sollte das Thema vertagt, jedoch wiederum auch spätestens in der nächsten Ausschusssitzung weiter beraten werden.  

 

Der Ausschuss beschließt sodann folgenden Beschlussvorschlag: